Plot
Nach einem Trainingsmanöver auf Gibraltar, bei dem ein 00‑Kollege von einem mysteriösen Attentäter getötet wird, erhält Bond den Auftrag, die Defektion des KGB‑Generals Georgi Koskov nach Westen abzusichern. In Bratislava soll Bond als Gegenscharfschütze einen KGB‑Schützen eliminieren, der Koskovs Flucht vereiteln könnte, entdeckt im Fadenkreuz jedoch eine junge Cellistin mit Scharfschützengewehr. Statt sie zu töten, schiesst er ihr nur die Waffe aus der Hand und schmuggelt Koskov über die Transsibirische Pipeline nach Westen.
In einem britischen Safehouse behauptet Koskov, KGB‑Chef Pushkin habe das alte SMERSH‑Programm als «Smiert Spionam – Tod den Spionen» wiederbelebt und plane die Liquidierung westlicher Agenten. Kurz darauf wird das Haus von einem Milkman‑Attentäter (Necros) angegriffen, Koskov entführt und der Verdacht erhärtet, dass Moskau eine aggressive Linie fährt. M beauftragt Bond, Pushkin in Tanger zu eliminieren, um eine Eskalation zu verhindern.
Bond traut Koskovs Geschichte nicht und kehrt nach Bratislava zurück, wo er die Cellistin Kara Milovy aufspürt. Er erkennt, dass sie Koskovs Freundin ist und mit Platzpatronen schoss, um die Defektion zu inszenieren. Bond gibt sich als Koskovs Freund aus, gewinnt Karas Vertrauen und flieht mit ihr vor KGB und Polizei über die Grenze nach Österreich, inklusive Verfolgungsjagd im Aston Martin mit Skiern und Laser durch schneebedeckte Hänge.
In Wien vertieft sich Bonds Beziehung zu Kara, doch der Mord an seinem MI6‑Kontakt Saunders – getötet von Necros, der die Botschaft «Smiert Spionam» hinterlässt – bestätigt Bonds Misstrauen gegenüber Koskovs Version. Bond reist nach Tanger, stellt Pushkin und erfährt, dass dieser Koskov wegen Unterschlagung sowjetischer Gelder festnehmen wollte; von einem «Smiert Spionam»-Programm kann keine Rede sein. Gemeinsam inszenieren Bond und Pushkin dessen scheinbare Erschiessung, um Koskov aus der Reserve zu locken.
Koskov und sein westlicher Waffenpartner Brad Whitaker betreiben in Afghanistan ein doppeltes Spiel: Mit sowjetischen Mitteln, getarnt als Diamanten, wollen sie eine grosse Opiumladung der Mudschaheddin kaufen, um aus den Drogenerlösen Waffen für die Sowjets und sich selbst zu finanzieren. Bond und Kara werden nach der Täuschungsaktion dorthin verschleppt, können sich jedoch mit Hilfe des Mudschaheddin‑Anführers Kamran Shah befreien.
Bond lädt eine Bombe in ein sowjetisches Transportflugzeug voller Opiumkisten, wird entdeckt und startet mit dem Flieger, während Kara das Flugzeug mit ihrem Cello‑Fall als Taxibob über die Startbahn zieht. In einem Luftkampf hängt Bond an einem Netz voller Opium‑Ballen, kämpft gegen Necros in schwindelerregender Höhe und schneidet schliesslich das Netz los, sodass Necros in den Tod stürzt. Das Flugzeug stürzt später mit explodierendem Sprengsatz in eine Brücke und zerstört die Drogenladung, während Kamran Shas Kämpfer am Boden einen sowjetischen Konvoi angreifen.
Bond kehrt nach Tanger zurück, stellt Whitaker in dessen militaristischer Miniaturenhalle und tötet ihn in einem Feuergefecht, indem er ihn mit einem Sprenggeschoss unter einer Statue begräbt. Pushkin lässt Koskov verhaften und «zurück nach Moskau» bringen, wo ihm eine unklare, aber kaum angenehme Zukunft droht. Später tritt Kara als gefeierte Solistin in Wien auf, Kamran Shah und seine Männer erscheinen als Ehrengäste – und Bond überrascht sie im Backstage‑Bereich für ein deutlich persönlicheres Wiedersehen.
Produktion
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«The Living Daylights» ist der 15. offizielle EON‑Bond‑Film und der erste mit Timothy Dalton als 007.
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Regie führte erneut John Glen; gedreht wurde 1986/87 u. a. in Österreich (Wien), Marokko, Gibraltar, England und an verschiedenen osteuropäischen Schauplätzen/Doubles.
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Der Film basiert lose auf Ian Flemings gleichnamiger Kurzgeschichte von 1962 – eine der letzten Originaltitelvorlagen vor der Romanstoff‑Durststrecke bis «Casino Royale».
Fun Facts
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Der berühmte «Cello‑Schlitten»-Stunt im Schnee wurde tatsächlich mit einem überdimensionierten Cello‑Case und Stuntleuten getestet, nachdem Produzent Cubby Broccoli demonstrierte, dass zwei Personen hineinpassen.
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Komponist John Barry hat einen Cameo als Dirigent von Karas Orchester im Schlusskonzert; auch Barbara Broccoli und Michael G. Wilson tauchen in kleinen Rollen auf.
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Vor Dalton waren u. a. Sam Neill und Pierce Brosnan im Gespräch; Brosnan konnte wegen seiner Serie «Remington Steele» nicht aus dem Vertrag, sodass Dalton den Zuschlag bekam.
Pannen & Patzer
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Zwei verschiedene Aston Martins
Bond fährt im Film nicht einen, sondern gleich zwei unterschiedliche Aston‑Martin‑V8‑Modelle, obwohl es die ganze Zeit derselbe Wagen sein soll. Details an Front, Rädern und Heck variieren zwischen den Szenen deutlich. -
Das «selbstheilende» Rad auf dem zugefrorenen See
Bei der Verfolgungsjagd auf dem gefrorenen See wird eines der Räder von Bonds Aston Martin zerschossen, Bond fährt sichtbar auf der blanken Felge weiter. Einige Sekunden später, als er über die Soldaten springt, ist das Rad plötzlich wieder vollständig vorhanden. -
Zu viele Fallschirm-Landungen im Prolog
Im Pre‑Title‑Einsatz springen eindeutig drei 00‑Agenten mit Fallschirmen aus dem Flugzeug. In der Folge sieht man jedoch vier verschiedene Landungen, was mit der gezeigten Anzahl von Springern nicht zusammenpasst.
Cast
James Bond 007
Bond-Girls
Verbündete
Widersacher
Regie
Komponist
MacherInnen