Jeroen Krabbé (*1944 in Amsterdam) ist ein niederländischer Schauspieler, Regisseur und Maler. Nach Engagements bei den Theatergruppen Centrum und Globe wurde er im heimischen Kino mit Filmen wie Soldaat van Oranje, Spetters und De vierde man zu einer zentralen Figur des niederländischen Autoren- und Genrefilms, bevor er ab Mitte der 1980er-Jahre auch in internationalen Produktionen wie Jumpin’ Jack Flash, The Living Daylights, The Punisher, The Fugitive, The Prince of Tides, Immortal Beloved, Ever After oder Ocean’s Twelve präsent war. Als Regisseur inszenierte er unter anderem Het dagboek van Anne Frank (1985), Left Luggage und The Discovery of Heaven und ist im niederländischen Fernsehen mit Kunst‑Dokureihen wie Krabbé zoekt Van Gogh/Picasso/Gauguin auch als Moderator und bildender Künstler sichtbar.
Im Bond‑Kontext ist Krabbé als General Georgi Koskov in James Bond 007 – Der Hauch des Todes (1987) zu sehen. Koskov gibt sich zunächst als überlaufender sowjetischer General aus, den Bond aus Bratislava in den Westen schmuggelt, wird dort scheinbar vom KGB entführt und entpuppt sich später als Drahtzieher eines Doppelspiels, der gemeinsam mit dem Waffenhändler Brad Whitaker ein lukratives Opium‑ und Waffengeschäft einfädeln will. Krabbé spielt ihn als charmanten, opportunistischen Blender, der stets die Opferrolle betont und gerade dadurch sowohl Bond als auch seine Geheimdienst‑Vorgesetzten lange täuscht; damit verkörpert Koskov eher den windigen Polit‑Karrieristen als den klassischen ideologischen Kalten‑Krieg‑Gegner.