Andreas Wisniewski, 1959 in Berlin geboren, ist ein deutscher Schauspieler und ehemaliger Balletttänzer. Nach einer Ausbildung im zeitgenössischen Tanz und Engagements als Tänzer wechselte er Mitte der 1980er-Jahre vor die Kamera und gab sein Filmdebüt 1986 in Ken Russells Gothic‑Horror Gothic. Internationale Bekanntheit erlangte er kurz darauf mit zwei ikonischen Schurkenrollen im Actionkino: als Killer Necros in James Bond 007 – Der Hauch des Todes (1987) und als Terrorist Tony in Stirb langsam (1988). In den folgenden Jahrzehnten arbeitete er vor allem in Grossbritannien, den USA und Deutschland in Kino- und TV-Produktionen wie Death Machine, Urban Ghost Story, Hush, Centurion sowie in Reihen wie Ein starkes Team, Alarm für Cobra 11, Ausgerechnet Alaska oder Mission: Impossible (inklusive eines Kurzauftritts in Mission: Impossible – Phantom Protokoll).
Im James‑Bond‑Universum ist Wisniewski als Necros eine der prägnantesten Handlangerfiguren der späten klassischen Ära. In Der Hauch des Todes tritt Necros als scheinbar unauffälliger, hochprofessioneller KGB‑Auftragsmörder auf, der dank Verkleidung, perfekter Körperbeherrschung und brutaler Effizienz mehrfach zuschlägt – unter anderem beim Angriff auf den MI6‑Unterschlupf und beim Kampf um den Waffenhändler Koskov. Wisniewski verbindet seine tänzerische Physis mit einer stoischen, fast wortkargen Präsenz; besonders der Kampf mit Bond im abgestürzten Frachtflugzeug zählt zu den intensiven Höhepunkten des Films. Necros steht damit in der Tradition von «stummen Killern» wie Oddjob oder Beisser, wirkt aber durch seine realistischere, weniger karikierte Zeichnung wie ein Bindeglied zwischen der alten Bond‑Welt und dem härteren Ton der Dalton‑Ära.