Plot
In «Live and Let Die» wird James Bond nach einer Serie mysteriöser Morde an britischen Agenten in New York, New Orleans und der Karibik eingesetzt. Alle Opfer standen in Verbindung mit Ermittlungen rund um den Diktator Dr. Kananga, den Herrscher des fiktiven Inselstaats San Monique, der gleichzeitig unter der Tarnidentität des New Yorker Gangsterbosses Mr. Big operiert. Bond soll klären, wie Kananga, Voodoo‑Kulte und ein rasant wachsender Drogenmarkt zusammenhängen. In New York entkommt er nur knapp einem Attentat und stösst auf ein Netz aus korrupten Taxifahrern, Gangstern und Agenten, die alle Mr. Big dienen.
Seine Spur führt ihn nach San Monique, wo er in Kanangas Palast die geheimnisvolle Wahrsagerin Solitaire kennenlernt, die mit ihren Tarotkarten angeblich die Zukunft voraussieht und Kananga bei Entscheidungen berät. Bond verführt Solitaire, wodurch sie ihre «Unschuld» und damit ihre seherische Gabe verliert – ein Verrat, der sie zur Zielscheibe Kanangas macht, aber auf Bonds Seite zieht. Gemeinsam entdecken sie, dass Kananga riesige Mohnfelder betreibt und plant, die USA mit kostenloser Heroinflut zu überschwemmen, um den Markt zu zerstören und später als Monopolist unermessliche Gewinne zu erzielen.
Bond gerät mehrfach in lebensgefährliche Situationen: Er entkommt einem Voodoo‑Ritual, bei dem er symbolisch geopfert werden soll, übersteht eine Verfolgungsjagd in den Sümpfen Louisianas mit Motorbooten und Alligatoren und muss sich mit dem tölpelhaften Sheriff J.W. Pepper herumschlagen, der ihn zunächst für einen gewöhnlichen Kriminellen hält. Immer wieder kreuzen sich reale Kriminalität, Voodoo‑Inszenierung und politische Machtspiele, wodurch Bond nie genau weiss, ob er es mit Aberglauben, Abschreckung oder echten Gläubigen zu tun hat.
Im Finale werden Bond und Solitaire in Kanangas Versteck in den Sümpfen festgehalten, wo der Diktator demonstriert, wie er seine Drogenflut in Gang setzen will. Bond zerstört die Mohnfelder mit Sprengladungen und liefert sich einen letzten Kampf mit Kananga in einer Höhle voller Haie. Mithilfe eines Gadgets – einer aufblasbaren Druckpatrone – bringt Bond Kananga buchstäblich zum Platzen, bevor dieser ihn den Haien zum Frass vorwerfen kann. Am Ende fahren Bond und Solitaire per Zug davon, scheinbar in Sicherheit, bis einer von Kanangas Handlangern zum letzten Angriff ansetzt – den Bond in einem engen Zugabteil vereitelt, während draussen weiterhin der Voodoo‑Priester Baron Samedi als unheimliche, möglicherweise unsterbliche Figur angedeutet wird.
Produktion
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«Live and Let Die» war der erste Film mit Roger Moore als James Bond und markierte stilistisch einen deutlichen Bruch zum härteren Connery‑Ton.
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Der Film griff bewusst Elemente des damaligen Blaxploitation‑Kinos auf, inklusive Musik, Setting (Harlem, New Orleans) und Besetzung vieler schwarzer Haupt‑ und Nebenrollen.
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Teile der Sumpf‑ und Bootszenen wurden in den USA mit aufwendig choreografierten Stunts gedreht, die die Reihe stärker in Richtung spektakulärer Verfolgungsjagden verschoben.
Fun Facts
- Roger Moore trug in diesem Film eine etwas auffälligere Garderobe (weite Krawatten, lässigere Anzüge), um sich bewusst von Connerys sehr klassischem Stil abzuheben.
- Die berühmte Alligator‑Flucht wurde von einem professionellen Tierzüchter/Stuntman inspiriert, der tatsächlich einmal über mehrere Alligatoren «gelaufen» war – im Film wurde dies mit realen Tieren und hoher Sturzgefahr nachgestellt.
- Paul McCartneys Titelsong «Live and Let Die» wurde zu einem der bekanntesten Bond‑Songs überhaupt und ist bis heute fester Bestandteil von McCartneys Konzert‑Setlists.
Pannen & Patzer
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Die Schlange mit dem teleportierenden Griff
In der Pre‑Title‑Sequenz in New Orleans hält ein Mann eine Schlange für das Voodoo-Ritual. In der Rückansicht greift er sie nah am Kopf, in der Frontansicht liegt seine Hand aber deutlich weiter unten am Körper – und das springt mit jedem Schnitt hin und her. -
Mrs. Bells Wunder‑Cessna
Bei Bonds «Flugstunde» mit Mrs. Bell rammt er das Schulungsflugzeug durch Hindernisse, wobei die Tragflächen sichtbar zerfetzt werden. In einer Reaktionsaufnahme von Mrs. Bell sitzt sie jedoch wieder vor einer Maschine mit intakter Tragfläche hinter ihrem Kopf – es ist die gleiche, wiederverwendete Einstellung. -
Die wechselnde Rolex
Auf der Krokodil‑Insel zieht Bond mit seiner magnetischen Rolex eine Metallbarkasse zu sich heran. Wenig später, während der anschliessenden Bootsflucht, trägt er plötzlich eine Uhr mit ganz anderem Armband, bevor wieder das bekannte Rolex-Modell zu sehen ist.
Cast
James Bond 007
Bond-Girls
Verbündete
Widersacher
Regie
Komponist
MacherInnen