George Martin

George Martin (3. Januar 1926 in London–8. März 2016 in Wiltshire) war ein englischer Produzent, Arrangeur, Komponist und Musiker, der wegen seines prägenden Einflusses auf das Werk der Beatles oft als «fünfter Beatle» bezeichnet wurde.

Er wuchs in einfachen Verhältnissen in London auf, entdeckte früh das Klavier, studierte später an der Guildhall School of Music und arbeitete nach dem Dienst in der Royal Navy bei EMI, wo er 1955 die Leitung des Parlophone-Labels übernahm. Zunächst produzierte er vor allem Comedy- und Novelty-Platten, unter anderem mit Peter Sellers und Spike Milligan, bevor er 1962 die Beatles unter Vertrag nahm und mit ihnen eine der erfolgreichsten Kooperationen der Popgeschichte begründete. Seine klassische Ausbildung, sein Gespür für Arrangements und sein Mut zu Studioexperimenten prägten Alben wie «Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band», «Revolver» oder «Abbey Road» entscheidend.

Neben den Beatles produzierte Martin zahlreiche weitere britische Acts der 1960er-Jahre und arbeitete zunehmend für Film und Fernsehen. Zur James-Bond-Reihe kam er zunächst als Produzent des Titelsongs «Goldfinger», gesungen von Shirley Bassey, bevor er 1973 mit «Live and Let Die» erneut eng mit Paul McCartney zusammenarbeitete. Die spektakuläre, zwischen Rock, orchestraler Dramatik und karibischen Anklängen wechselnde Filmmusik zu «Leben und sterben lassen» gilt als eine der markantesten Bond-Scores der 1970er-Jahre und zeigt Martins Fähigkeit, Pop-Sensibilität mit sinfonischem Klang zu verbinden. Bis ins hohe Alter blieb er als Produzent, Arrangeur und gefragter Elder Statesman der Popmusik aktiv und hinterliess ein Œuvre, das die Klangsprache der populären Musik nachhaltig veränderte.

Geboren
3. Januar 1926

Gestorben
8. März 2016