Gloria Hendry

Gloria Hendry, 1949 in Florida geboren und in Newark, New Jersey, aufgewachsen, ist eine US‑amerikanische Schauspielerin und ehemalige Model. Sie arbeitete zunächst in der New Yorker NAACP‑Rechtsabteilung, wurde dann Playboy‑Bunny und erhielt daraus ihre erste Filmrolle in For Love of Ivy (1968) an der Seite von Sidney Poitier. In den 1970er‑Jahren wurde sie zu einem markanten Gesicht des Blaxploitation‑Kinos mit Filmen wie Across 110th Street, Slaughter’s Big Rip‑Off, Black Caesar, Hell Up in Harlem, Black Belt Jones oder Savage Sisters. Später blieb sie dem Film treu, trat aber unregelmässiger auf und engagierte sich daneben musikalisch und als Produzentin, unter anderem für ein Projekt über Paul Robeson.

Im James‑Bond‑Universum schrieb Gloria Hendry Geschichte als Rosie Carver in Leben und sterben lassen (1973). Rosie ist CIA‑Agentin und Doppelagentin, die zwischen Loyalität, Angst und der Anziehungskraft Bonds zerrissen ist – und letztlich an ihrem Verrat zugrunde geht. Hendry war die erste afroamerikanische Frau, die im Film eine romantische Beziehung zu 007 hat; die Liebesszenen mit Roger Moore wurden in Apartheid‑Südafrika bei der Auswertung zensiert, was die gesellschaftliche Sprengkraft dieser Besetzung zeigt. Ihre Darstellung verbindet die damals neue schwarze Action‑Ikonografie des Blaxploitation‑Kinos mit der Bond‑Formel und markiert einen wichtigen, wenn auch ambivalent gezeichneten Schritt in Richtung Diversität innerhalb der Reihe.

Geboren
1. März 1949

Filmografie
Rosie Carver