Julius Harris

Julius Harris (1923–2004) war ein US‑amerikanischer Schauspieler, der erst mit Anfang 40 zum Film kam und vor allem durch kraftvolle Nebenrollen im Blaxploitation‑Kino und in Thrillern auffiel. Geboren in Harlem und aufgewachsen in Philadelphia, arbeitete er nach seinem Dienst als Sanitäter im Zweiten Weltkrieg zunächst als orderly, Krankenpfleger und Türsteher in New Yorker Jazzclubs, bevor er auf eine Wette hin für Nothing but a Man (1964) vorsprach und die Rolle des alkoholkranken Vaters erhielt. In den 1970er-Jahren wurde er mit Filmen wie Shaft’s Big Score!, Super Fly (als Scatter) und Black Caesar zu einem vertrauten Gesicht des schwarzen US‑Kinos, spielte daneben aber auch in Mainstreamproduktionen wie The Taking of Pelham One Two Three, King Kong (1976), Looking for Mr. Goodbar sowie in Miniserien wie Rich Man, Poor Man und The Blue and the Gray. Harris starb 2004 im Alter von 81 Jahren an Herzversagen; Kolleginnen wie Halle Berry hoben seinen Beitrag hervor, afroamerikanische Figuren jenseits stereotyper Rollenbilder als komplexe Menschen und Autoritäten zu zeigen.

Im James‑Bond‑Kontext ist Julius Harris als Tee Hee Johnson in Leben und sterben lassen (Live and Let Die, 1973) präsent. Tee Hee ist der grinsende, kahlköpfige Handlanger des Drogenbosses Kananga/Mr. Big, dem ein Krokodil den rechten Unterarm abgebissen hat und der diesen durch eine mechanische Greifarm‑Prothese ersetzt hat, mit der er Waffen verbiegt oder Menschen bedroht. Harris’ Physique, tiefe Stimme und sein leicht spielerisches, dabei unheimliches Auftreten machen Tee Hee zu einem der ikonischsten «Heavies» der Reihe; der Zugkampf am Filmende, den er ohne Stuntdouble drehte, gehört zu den erinnerungswürdigen Showdowns der Moore‑Ära.

Geboren
17. Juli 1923

Gestorben
17. Oktober 2004

Filmografie
Tee Hee Johnson