Roy Stewart

Roy Stewart, 1925 in Jamaika geboren und 2008 in London verstorben, war ein jamaikanisch-britischer Schauspieler, der seine Laufbahn als Stuntman begann und sich damit in der britischen Filmindustrie einen Namen machte. In den 1950er-Jahren gründete er in London ein eigenes Fitnessstudio und später den Club «The Globe», die beide wichtige Treffpunkte für die afrokaribische Community wurden und seine Rolle als Unternehmer und Szenefigur unterstrichen. Parallel dazu übernahm er zunehmend Schauspielrollen, häufig als körperlich präsente Nebenfigur in Abenteuer-, Horror- und Fernsehproduktionen wie «The Mummy», «Twins of Evil», «Carry On Up the Jungle», «Doctor Who» oder «The Avengers».

Im James-Bond-Film «Leben und sterben lassen» verkörpert Stewart 1973 Quarrel Jr., den Sohn des in «Dr. No» getöteten Quarrel und Bonds Verbündeten in der Karibik. Seine Figur fungiert als ortskundiger Führer, Bootsmann und verlässlicher Partner, der Bond durch die Sümpfe und Gewässer Louisianas begleitet und damit aktiv an den Actionsequenzen beteiligt ist, statt nur im Hintergrund zu bleiben. Stewarts physische Präsenz und ruhige Ausstrahlung verleihen Quarrel Jr. ein bodenständiges Gewicht, das gut zum erdigen Ton von Roger Moores erstem Bond-Abenteuer passt und zugleich – gerade in Verbindung mit seiner Arbeit als einer der wenigen schwarzen Stuntleute im damaligen britischen Film – ein Stück afrokaribische Sichtbarkeit in das Franchise bringt.

Geboren
15. Mai 1925
Gestorben
27. Oktober 2008
Filmografie
Quarrel Jr.