The Spy Who Loved Me

Der Spion, der mich liebte

Britische und sowjetische Atom-U-Boote verschwinden spurlos, worauf MI6 und KGB ihre Topagenten James Bond und Anya «Triple‑X» Amasova auf dieselbe Spur ansetzen. Die beiden müssen widerwillig zusammenarbeiten, um den Meeres-Giganten Karl Stromberg zu stoppen, der mit gekaperten U-Booten einen nuklearen Schlagabtausch zwischen USA und UdSSR provozieren und danach eine neue Zivilisation in seiner Unterwasserfestung «Atlantis» begründen will; im Finale führt Bond einen Befreiungskampf der U-Boot-Besatzungen an, tötet Stromberg und entkommt mit Anya in einer Rettungskapsel.
Erscheinungsjahr
1977
Weltpremiere
7. Juli 1977
Laufzeit
125 Minuten

Plot

Ein britisches und ein sowjetisches Atom-U‑Boot verschwinden spurlos, offenbar gezielt geortet und «verschluckt». London und Moskau vermuten jeweils den anderen Block, doch beide Seiten wissen, dass ein Unbekannter im Hintergrund operiert. MI6 setzt James Bond an, der KGB die Topagentin Anya Amasova («Agent XXX»); erst später erfahren sie, dass ihre Regierungen sie zur Zusammenarbeit zwingen.

Bond beendet zunächst eine Mission in den Alpen und entkommt spektakulär mit einem Ski‑Sprung und Union‑Jack‑Fallschirm. In Ägypten jagt er einem Mikrofilm mit den Plänen eines U‑Boot‑Ortungssystems nach, der den Schlüssel zu den Entführungen liefern soll. Am Ort der Übergabe kreuzen sich seine Wege mit Anya, die denselben Auftrag hat, und mit Jaws, einem riesigen Killer mit Stahlzähnen, der nacheinander die Mittelsmänner ausschaltet. Nach Verfolgungen durch Tempel und Wüste sichern Bond und Anya gemeinsam den Mikrofilm, der ein Firmenlogo des Reeders Karl Stromberg trägt.

Da Stromberg offiziell als Meeresforscher und Philanthrop gilt, reisen Bond und Anya als «Ehepaar» nach Sardinien, um seine schwimmende Festung «Atlantis» zu besuchen. Stromberg hegt einen fanatischen Hass auf die «dekadente» Oberfläche und träumt von einer neuen Zivilisation unter Wasser. Er hat die U‑Boote mit Hilfe eines gigantischen Supertankers entführen lassen und plant, ihre Nuklearraketen auf New York und Moskau abzufeuern, um einen Weltkrieg auszulösen. Nach dem Besuch in Atlantis geraten Bond und Anya ins Visier von Strombergs Killern; der Lotus Esprit verwandelt sich bei der Flucht ins Meer in ein U‑Boot, zerstört Verfolger und kehrt spektakulär wieder an Land.

Anya erfährt, dass Bond in einer früheren Mission ihren Geliebten getötet hat, und schwört, ihn nach Erledigung des Auftrags zu erschiessen. Gemeinsam mit der Royal Navy geht Bond an Bord eines britischen U‑Boots, das kurz darauf vom Supertanker «Liparus» «geschluckt» wird. Im Inneren entdeckt er die versteckten Docks mit den drei gekaperten U‑Booten und wird zusammen mit ihren Besatzungen gefangen genommen. Stromberg entführt Anya nach Atlantis und überlässt Bond seinen Wachen, doch 007 organisiert einen Aufstand der vereinten britischen, sowjetischen und amerikanischen Matrosen, erobert die Kontrolle über den Tanker und lässt die U‑Boote gegenseitig beschiessen, sodass sie sich selbst zerstören.

Zum Schluss wird Bond mit einem Mini‑U‑Boot nach Atlantis geschickt, um Stromberg auszuschalten und Anya zu retten. Er tötet Stromberg in dessen Speisesaal, sabotiert die Station und befreit Anya aus einer Druckkammer. Während Atlantis im Meer versinkt, retten sich die beiden in eine kugelförmige Kapsel, in der sie – zum leichten Entsetzen ihrer Vorgesetzten, die sie per Schiff bergen – «dienstbeflissen» in den Armen des jeweils anderen liegen.

Produktion

  • «The Spy Who Loved Me» ist der zehnte offizielle Bond‑Film, der dritte mit Roger Moore und der erste, den Albert R. Broccoli nach dem Ausstieg von Harry Saltzman alleine produzierte.

  • Für die Innenaufnahmen des Supertankers wurde eigens die gigantische 007‑Stage in Pinewood gebaut – damals die grösste Tonbühne der Welt, ausgelegt für mehrere U‑Boot‑Sets und ein riesiges Wasserbecken.

  • Das Budget lag bei rund 13,5 Millionen Dollar; mit einem weltweiten Einspiel von etwa 185 Millionen Dollar wurde der Film zu einem der finanziell erfolgreichsten Beiträge der Serie.

Fun Facts

  • Die Idee, den Lotus Esprit als U‑Boot‑Auto einzusetzen, entstand, weil ein Lotus‑Vertreter anonym mit einem nicht beschrifteten Prototypen auf dem Studiogelände auftauchte und die Produzenten neugierig machte.

  • Für die ikonische Ski‑Eröffnung holte man Stuntmann Rick Sylvester, der den Sprung von einer fast senkrechten Felswand mit Union‑Jack‑Fallschirm in einem Take absolvierte.

  • Beim aufwendigen Beleuchten des Tanker‑Sets half Regie‑Legende Stanley Kubrick im Geheimen, indem er dem befreundeten Produktionsdesigner Ken Adam Tipps für die Lichtsetzung gab.

Pannen & Patzer

  • Die doppelt gestarteten Raketen
    Die Aufnahme des Raketenstarts, mit der Stromberg die U‑Boote angreift, wird im Film zweimal verwendet: einmal normal und einmal gespiegelt. Die Wolkenformation ist in beiden «unterschiedlichen» Starts identisch – nur links/rechts vertauscht.

  • Das Fisch‑Problem im Lotus
    Unter Wasser wird Bonds Lotus Esprits beschädigt. In der Folge hat das Auto kleine Lecks mit dünnen Wasserstrahlen. Wenn der Wagen am Strand auftaucht, wirft Bond aber einen ziemlich grossen Fisch aus dem Fenster – durch ein Loch dieser Grösse wäre der Innenraum längst vollgelaufen.

  • Der verrutschte Weinfleck auf Jaws’ Jackett
    Im Zugkampf mit Jaws bekommt dessen Jackett einen deutlichen Weinfleck ab. In der nächsten Einstellung ist der Fleck kurz verschwunden, um anschliessend in Grösse und Form mehrfach zu wechseln.