No Time to Die

Keine Zeit zu sterben

Der im Ruhestand lebende Bond wird von CIA‑Freund Felix Leiter zurück ins Feld geholt, um den entführten Wissenschaftler Obruchev und eine geheime Nanowaffen‑Technologie («Heracles») aufzuspüren, während seine Beziehung zu Madeleine Swann zerbrochen scheint. Auf der Jagd nach dem fanatischen Safin, der die DNA‑gesteuerte Biowaffe global einsetzen will, entdeckt Bond Madeleines Tochter Mathilde, infiltriert Safins Inselbasis und opfert sich schliesslich, nachdem er mit Nanobots infiziert wurde, die Madeleine und Mathilde töten würden, um ihre Zukunft zu sichern.
Erscheinungsjahr
2021
Weltpremiere
28. September 2021
Laufzeit
163 Minuten

Plot

James Bond lebt nach seinem Rückzug aus dem Dienst mit Madeleine in Matera, doch ein Anschlag bei Vespers Grab und Blofelds Einfluss lassen ihn glauben, sie habe ihn verraten; er verlässt sie und verschwindet aus ihrem Leben. Jahre später bittet ihn CIA-Freund Felix Leiter, den entführten Wissenschaftler Obruchev aufzuspüren, der an «Heracles», einer Nanobot-Waffe, arbeitet, die Menschen anhand ihrer DNA selektiv töten kann.

In Kuba gerät Bond auf einer SPECTRE-Party in eine Falle, doch die Waffe ist so umprogrammiert, dass sie statt Bond alle SPECTRE-Mitglieder tötet, einschliesslich Blofeld, den Bond später unwissentlich mit den Nanobots infiziert. Hinter der Entführung steht Safin, der Heracles zur globalen Waffe ausbauen will und über Madeleines Vergangenheit mit ihrem Attentäter-Vater an Bond gekoppelt ist.

Bond findet Madeleine in Norwegen wieder und erfährt von ihrer Tochter Mathilde, die sie zunächst nicht als sein Kind anerkennt. Safin greift das Landhaus an, Bond kann Ash töten, doch Madeleine und Mathilde werden entführt und auf Safins Insel verschleppt, wo Heracles in industriellem Massstab produziert wird.

Mit Unterstützung der neuen 007 Nomi infiltriert Bond die Basis, tötet Obruchev und öffnet die Schutzschächte, damit ein britischer Raketenangriff die Anlage zerstören kann. Im finalen Duell infiziert Safin Bond mit Nanobots, die Madeleine und Mathilde bei jeder künftigen Berührung töten würden; Bond entscheidet sich, auf der Insel zu bleiben, nimmt Abschied per Funk und stirbt unter dem Raketenhagel, während Madeleine Mathilde offenbart, dass James ihr Vater war.

Produktion

  • Regie führte Cary Joji Fukunaga, es ist der 25. offizielle EON-Bond-Film und Daniel Craigs fünfter und letzter Auftritt als Bond.

  • Am Drehbuch arbeiteten u. a. Neal Purvis, Robert Wade und Phoebe Waller-Bridge, nachdem ein früher Ansatz von Danny Boyle und John Hodge verworfen wurde.

  • Die spektakulären Eröffnungssequenzen wurden u. a. in Matera (Italien), Norwegen, Jamaika und an der britischen Marineanlage auf dem Salisbury Plain gedreht.

Fun Facts

  • Für eine Motorradszene in Matera musste Stuntfahrer Paul Edmondson über eine Mauer springen; der Sprung über einen acht Meter hohen Rampenaufbau gilt als eine der schwierigsten Szenen des Films.

  • Für eine Strassenszene wurden tausende Liter Coca-Cola auf das Kopfsteinpflaster gespritzt, um die Oberfläche griffiger zu machen und die Stuntfahrten zu sichern.

  • Daniel Craig soll Ana de Armas nach «Knives Out» persönlich für die Rolle der Paloma vorgeschlagen haben, obwohl ihre Figur nur rund zehn Minuten Screen-Time hat.

Pannen & Patzer

  • Das verschwindende Bond‑Sakko in Matera
    Nach der Explosion am Grab von Vesper rennt Bond die Treppe hinunter und kämpft mit Cyclops; in manchen Einstellungen trägt er noch sein Sakko, in anderen ist er im weissen Hemd ohne Jacke – der Wechsel passiert mehrfach mitten in der gleichen Actionszene.

  • Madeleine Swanns «zeitfalsche» Kindheit
    Der Rückblick mit der jungen Madeleine spielt klar in den 1990er‑Jahren; dennoch benutzt Safin ein modernes Sturmgewehr vom Typ Czech Small Arms Sa vz. 58 Compact, das erst ab 2007 produziert wurde. Die Waffe ist damit ein deutlicher Anachronismus im Flashback.

  • Bonds falsche Fahrseite in Italien
    In Matera fährt Bond nach der Zug‑Verabschiedung von Madeleine mit dem DB5 ein Stück auf der linken Strassenseite, obwohl in Italien selbstverständlich Rechtsverkehr gilt. Im nächsten Gegenshot ordnet sich der Wagen plötzlich korrekt rechts ein, ohne dass ein nachvollziehbares Ausweichmanöver oder Spurwechsel gezeigt würde.