Robert Carlyle

Robert Carlyle, 1961 in Glasgow geboren, hat sich als einer der wandlungsfähigsten Schauspieler des britischen Kinos etabliert. Nach ersten Theater- und TV-Arbeiten gelang ihm Mitte der 1990er-Jahre der Durchbruch mit Rollen in Trainspotting – Neue Helden als unberechenbarer Begbie und in der Sozialkomödie Ganz oder gar nicht, für die er mit dem BAFTA als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Seither pendelt er souverän zwischen Kino und Fernsehen, von düsteren Stoffen wie Ravenous und 28 Weeks Later bis zu Serien-Hauptrollen in Stargate Universe, Once Upon a Time oder COBRA. Carlyle ist bekannt für seine intensive, oft physisch und psychisch aufgeladene Spielweise, mit der er gebrochene, gefährliche, aber auch zutiefst menschliche Figuren formt.

Im James-Bond-Universum prägte Robert Carlyle den Film Die Welt ist nicht genug als Terrorist Renard, der eine Kugel im Gehirn trägt, die ihn langsam tötet und ihn gleichzeitig nahezu unempfindlich für Schmerz macht. Diese physische Besonderheit nutzt der Film, um einen Gegner zu zeigen, der keine Angst vor Verletzungen kennt und dadurch besonders unberechenbar wirkt. Carlyle spielt Renard nicht als lauten Superschurken, sondern als beinahe asketische, fanatische Figur mit unterdrückter Wut und fatalistischem Zug, was ihn deutlich von den überzeichneten Bond-Bösewichten früherer Jahre abhebt. In der Dynamik mit Elektra King wird Renard zudem zu einer tragischen Figur, deren Loyalität und Obsession den Film innerlich verdunkeln und der Brosnan-Ära einen seltenen Hauch von existenzieller Schwere verleihen.

Geboren
14. April 1961
Filmografie
Renard