David Arnold

David Arnold (geboren am 23. Januar 1962 in Luton, Bedfordshire) ist ein englischer Filmkomponist, der zu den prägenden Stimmen der zeitgenössischen Filmmusik in Grossbritannien zählt. Nach ersten musikalischen Erfahrungen in lokalen Bands entwickelte er sich weitgehend autodidaktisch zum Komponisten und fand über Kurzfilme seines Schulfreundes, des Regisseurs Danny Cannon, den Weg zum Kino.

Seinen internationalen Durchbruch schaffte Arnold Mitte der 1990er-Jahre mit der Musik zu «Stargate», «Independence Day» und «Godzilla», deren grossformatige, thematisch markante Orchester-Scores ihm in Hollywood einen exzellenten Ruf einbrachten. Parallel dazu arbeitete er regelmässig fürs Fernsehen, unter anderem für Comedy-Formate wie «Little Britain» sowie später für die BBC-Serie «Sherlock».

Zur James-Bond-Reihe kam Arnold 1997 mit «Tomorrow Never Dies», nachdem er zuvor das Tribute-Album «Shaken and Stirred: The David Arnold James Bond Project» produziert hatte, auf dem er klassische Bond-Themen zeitgenössisch neu arrangierte. In der Folge komponierte er auch die Scores zu «The World Is Not Enough», «Die Another Day», «Casino Royale» und «Quantum of Solace» und prägte damit die Klangidentität der Serie über mehr als ein Jahrzehnt. Sein Stil verbindet die orchestrale Tradition John Barrys – mit markanten Blechbläsern, eleganten Streichern und dem klassischen Bond-Theme – mit moderner Rhythmik, Elektronik und deutlichen Action-Akzenten.

Als Songwriter war Arnold an mehreren Bond-Titelsongs beteiligt, darunter «The World Is Not Enough» (Garbage), «You Know My Name» (Chris Cornell) und «Surrender» (k.d. lang) für den Abspann von «Tomorrow Never Dies». Neben Bond schrieb er unter anderem die Musik zu «2 Fast 2 Furious», «Shaft» (2000), «Hot Fuzz», «Amazing Grace» und «The Chronicles of Narnia: The Voyage of the Dawn Treader» und bleibt eine der zentralen Figuren der britischen Filmmusikszene.