Christoph Waltz

Christoph Waltz, 1956 in Wien geboren, ist ein österreichischer Schauspieler, der nach Jahrzehnten im deutschsprachigen Theater und Fernsehen mit zwei Tarantino‑Filmen zum internationalen Star wurde. Nach Stationen an Bühnen in Zürich, Wien, Köln, Frankfurt, Hamburg und Salzburg profilierte er sich ab den späten 1970er‑Jahren in zahlreichen TV‑Produktionen und Krimireihen wie Derrick und Tatort. Der Durchbruch gelang 2009 mit der Rolle des SS‑Standartenführers Hans Landa in Inglourious Basterds, für die er in Cannes ausgezeichnet wurde und den Oscar als bester Nebendarsteller erhielt; 2012 folgte ein zweiter Oscar für den Kopfgeldjäger Dr. King Schultz in Django Unchained. Seither spielte Waltz in Filmen wie Water for Elephants, The Green Hornet, Carnage, Big Eyes, The Zero Theorem, Alita: Battle Angel und Rifkin’s Festival und inszenierte 2019 mit Georgetown seinen ersten Spielfilm.

Im James‑Bond‑Kosmos ist Christoph Waltz vor allem als Ernst Stavro Blofeld der Daniel‑Craig‑Ära bekannt. In Spectre (2015) tritt er zunächst als Franz Oberhauser auf, Bonds vermeintlich toter Ziehbruder, der sich als Blofeld, Kopf der Geheimorganisation SPECTRE, offenbart. Waltz zeichnet Blofeld als kontrollierten, narzisstischen Manipulator, der weniger mit physischer Gewalt als mit psychologischer Zerstörung operiert und Bond «brechen» will. In No Time to Die kehrt er als inhaftierter Blofeld zurück, der aus der Isolation einer Hochsicherheitszelle heraus weiterhin Einfluss ausübt und indirekt die Heracles‑Biowaffe in Umlauf bringt. Bemerkenswert ist zudem, dass Waltz schon 1989 im TV‑Film Goldeneye: The Secret Life of Ian Fleming einen deutschen Spion spielte – seine Verbindung zur Bond‑Welt reicht damit weit über die Blofeld‑Inkarnation hinaus.

Geboren
4. Oktober 1956