Mie Hama (*1943 in Tokio) ist eine japanische ehemalige Schauspielerin, Moderatorin und Autorin, die in den 1960er-Jahren zu den meistbeschäftigten Stars der Tōhō‑Studios gehörte. Sie wurde als junge Bus‑Schaffnerin vom Produzenten Tomoyuki Tanaka entdeckt, spielte in zahlreichen Filmen – darunter King Kong vs. Godzilla und King Kong – Frankensteins Sohn – und wurde in Japan wegen ihres attraktiven Äusseren oft als «japanische Brigitte Bardot» bezeichnet. Durch Woody Allens What’s Up, Tiger Lily? wurde sie auch im Westen bekannt, bevor sie sich später zunehmend aus dem Filmgeschäft zurückzog, als TV‑ und Radiomoderatorin sowie als Autorin arbeitete und sich als Umweltaktivistin engagierte.
Im Bond‑Universum ist Mie Hama als Kissy Suzuki in James Bond 007 – Man lebt nur zweimal (1967) präsent. Kissy ist im Film eine Ama‑Perlentaucherin und Agentin von Tiger Tanakas japanischem Geheimdienst, die Bond durch eine Scheinhochzeit als «Ehefrau» inkognito in ein Fischerdorf einschleust und ihm hilft, Blofelds Vulkanbasis aufzuspüren. Ursprünglich war Hama für die Rolle der Aki vorgesehen, doch aufgrund sprachlicher Schwierigkeiten tauschte sie die Parts mit Akiko Wakabayashi und übernahm die stärker physisch orientierte, weniger dialoglastige Kissy‑Figur. Ihre Darstellung verbindet traditionelle japanische Bildsprache (Ama‑Taucherin im Kimono, Dorfleben) mit Action‑Elementen und macht Kissy zu einer der prägenden Bond‑Frauen der «exotischen» Connery‑Ära.