Bill Conti (geboren am 13. April 1942 in Providence, Rhode Island) ist ein US-amerikanischer Filmkomponist und Dirigent italienischer Herkunft. Bereits als Jugendlicher dirigierte er mit 15 Jahren ein örtliches Orchester, studierte später Komposition und begann in den 1960er-Jahren in Europa, vor allem in Italien, Filmmusiken zu schreiben.
Seinen internationalen Durchbruch feierte Conti 1976 mit der Musik zu «Rocky»: Das kraftvolle Hauptthema «Gonna Fly Now» wurde zu einer Hymne des New-Hollywood-Kinos und zu einer der meistzitierten Trainingsmusiken der Filmgeschichte. In den folgenden Jahren prägte er mit seinen Scores zu den «Rocky»-Fortsetzungen, «The Right Stuff» («Der Stoff, aus dem die Helden sind») – wofür er einen Oscar erhielt – sowie der «Karate Kid»-Reihe die Klangwelt des amerikanischen Mainstream-Kinos.
Zur James-Bond-Reihe stiess Conti 1981, als er für das zwölfte Abenteuer «For Your Eyes Only» («In tödlicher Mission») verpflichtet wurde, nachdem Stammkomponist John Barry nicht zur Verfügung stand. Sein Score kombinierte ein klassisch-orchestrales Fundament mit deutlichen Pop- und Disco-Elementen und verlieh der Serie einen zeitgenössischen, frühen-80er-Jahre-Sound. Der von ihm mitgeschriebene Titelsong «For Your Eyes Only», gesungen von Sheena Easton, wurde ein grosser kommerzieller Erfolg und brachte ihm eine Oscar-Nominierung ein.
Neben der Leinwand war Conti auch im Fernsehen äusserst präsent: Er schrieb unter anderem die Musik zu erfolgreichen Serien wie «Der Denver-Clan», «Die Colbys», «Falcon Crest», «Fackeln im Sturm» und fungierte mehrfach als musikalischer Leiter der Oscar-Verleihung. Bis heute zählt er zu den prägenden Stimmen der Filmmusik, dessen Stil zwischen melodienstarkem Orchesterklang, Pop-Einflüssen und gelegentlichen Jazzfarben oszilliert.