Ursula Andress (*1936 in Ostermundigen bei Bern) ist eine Schweizer Schauspielerin und ehemaliges Model, die als erstes «Bond‑Girl» der Filmgeschichte international berühmt wurde. Nach frühen Jahren als Model und kleineren Rollen in italienischen und US‑Produktionen gelang ihr 1962 der Durchbruch als Muscheltaucherin Honey Ryder in James Bond 007 – Dr. No, wofür sie 1964 den Golden Globe als «New Star of the Year» erhielt. Die Szene, in der sie im weissen Bikini mit Messer am Gürtel aus dem Meer steigt, wurde zum ikonischen Bild der Reihe und prägte bis heute das Bild des «Bond‑Girls»; ihr Dialog wurde wegen ihres Akzents komplett von Nikki van der Zyl (teils auch Diana Coupland) nachsynchronisiert.
In den folgenden Jahren spielte Andress in internationalen Produktionen wie Fun in Acapulco (mit Elvis Presley), She, The 10th Victim, Casino Royale (1967, als Vesper Lynd in der Bond‑Persiflage), The Blue Max, Africa Express, Loaded Guns und diversen europäischen Genrefilmen und Abenteuerstoffen. Sie entwickelte sich in den 1960er- und 1970er-Jahren zu einem globalen Sexsymbol, posierte für zahlreiche Magazine und blieb auch durch ihre Beziehungen – u.a. zu John Derek und Harry Hamlin – in der Klatschpresse präsent. Später zog sie sich zunehmend aus dem Filmgeschäft zurück und lebt heute weitgehend privat in der Schweiz, bleibt aber durch das Honey‑Ryder‑Bild (und seine bewussten Zitate wie Halle Berrys Auftritt in Die Another Day) eine Referenzfigur der Popkultur.