Thomas Newman

Thomas Montgomery Newman (geboren am 20. Oktober 1955 in Los Angeles, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Komponist, Dirigent und Orchestrator und einer der profiliertesten Filmkomponisten seiner Generation. Er stammt aus der berühmten Newman-Familie Hollywoods: Sein Vater Alfred Newman war neunfacher Oscarpreisträger, zudem ist er mit Komponisten wie David und Randy Newman verwandt. Newman studierte Komposition unter anderem an der University of Southern California und an der Yale University und arbeitete nach ersten Assistenzen – etwa bei «Return of the Jedi» – ab Mitte der 1980er-Jahre als eigenständiger Filmkomponist.

Seinen stilistischen Durchbruch markierten in den 1990er-Jahren die Scores zu «The Shawshank Redemption», «Little Women», «American Beauty» und «The Green Mile», in denen er charakteristisch schwebende Texturen, ungewöhnliche Instrumentierungen und unaufdringliche, aber prägnante Melodik kombinierte. Später folgten erfolgreiche Arbeiten wie «Road to Perdition», «Finding Nemo», «WALL·E», «Skyfall», «1917» und zahlreiche weitere, die ihm bislang 15 Oscar-Nominierungen, mehrere Grammys, BAFTAs und einen Emmy einbrachten.

Für das James-Bond-Franchise wurde Newman von Regisseur Sam Mendes verpflichtet: Er komponierte die Musik zu «Skyfall» (2012) und «Spectre» (2015) und ist damit nach John Barry und David Arnold der dritte Komponist, der mehr als einen Bond-Film vertonte. Seine Bond-Scores verbinden ein modernes, oft rhythmisch-pulsierendes Klangbild mit Reminiszenzen an das klassische Bond-Idiom, inklusive gezielt eingesetzter Zitate des «James Bond Theme». Besonders in «Skyfall» fällt die Mischung aus atmosphärischer Spannung, eleganten Streicherflächen und markanten Actionmotiven auf, die dem Film eine zugleich zeitgenössische und traditionsbewusste musikalische Identität verleihen.

Geboren
20. Oktober 1955