Serena Scott Thomas, 1961 im südenglischen Nether Compton geboren, ist eine britische Schauspielerin und gelegentlich auch Produzentin, die vor allem durch ihre Arbeiten für Film und Fernsehen bekannt wurde. Frühe Aufmerksamkeit erhielt sie in den 1990er-Jahren mit der Verkörperung von Diana, Princess of Wales, im TV-Film Diana: Her True Story sowie mit Hauptrollen in Produktionen wie Harnessing Peacocks. In den folgenden Jahren baute sie eine kontinuierliche Karriere mit zahlreichen Serienauftritten auf, unter anderem in Nash Bridges, Buffy the Vampire Slayer, All Souls, Nip/Tuck, NCIS und später Days of Our Lives. Im Kino sah man sie unter anderem in Hostage an der Seite von Bruce Willis, in Brothel und in Paul Thomas Andersons Inherent Vice.
Im James-Bond-Universum ist Serena Scott Thomas als Dr. Molly Warmflash in Die Welt ist nicht genug präsent, einer MI6-Ärztin, die Bond nach einer Verletzung untersuchen und über dessen Einsatzfähigkeit entscheiden soll. In einer kurzen, aber vielsagenden Sequenz wird deutlich, dass die beiden eine gemeinsame Vorgeschichte haben: Bond nutzt seinen Charme, um sich durch ein amouröses Intermezzo eine positive medizinische Beurteilung zu «erkaufen» – ein Moment, der den frivolen Umgang der Reihe mit professionellen Rollen, insbesondere von Frauenfiguren, pointiert vorführt. Scott Thomas spielt Molly Warmflash mit einer Mischung aus Professionalität, koketter Unsicherheit und leichter Ironie, wodurch die Szene sowohl den altmodisch-machohaften Ton der klassischen Bond-Zeit zitiert als auch subtil kommentiert.