Robbie Coltrane

Robbie Coltrane, 1950 im schottischen Rutherglen als Anthony Robert McMillan geboren, war ein vielseitiger Charakterdarsteller, der vor allem durch seine TV‑Rolle als Forensiker Dr. Edward «Fitz» Fitzgerald in Cracker und später weltweit als Hagrid in den Harry Potter-Filmen bekannt wurde. Für Cracker erhielt er dreimal in Folge den BAFTA‑TV‑Preis als bester Schauspieler, was seine Stellung im britischen Fernsehen festigte. Im Kino war er seit den 1980er‑Jahren in einem breiten Spektrum präsent – von Mona Lisa, Nuns on the Run und The Pope Must Die bis zu From Hell und Ocean’s Twelve. Coltrane starb 2022 im Alter von 72 Jahren, hinterliess aber ein Œuvre, das komödiantische Energie mit grosser emotionaler Tiefe verband.

Im James‑Bond‑Universum prägte Robbie Coltrane die Reihe als Valentin Zukovsky, einem ehemaligen KGB‑Offizier, der zum russischen Mafia‑Boss und zwielichtigen Geschäftsmann geworden ist. Zukovsky tritt in GoldenEye und Die Welt ist nicht genug auf und entwickelt sich von einem verletzten, leicht rachsüchtigen Gegner – Bond hat ihm einst ins Knie geschossen – zu einer Art widerwilligem Verbündeten, einem «Frenemy». Coltrane spielt ihn mit schwerfälligem Charme, trockenem Humor und unterschwelliger Gefährlichkeit; seine Szenen in der Bar, im Casino und in der Kaviarfabrik gehören zu den lebendigsten Momenten der Brosnan‑Ära. Zukovskys letzter Auftritt in Die Welt ist nicht genug, in dem er Bond quasi im Sterben noch das Leben rettet, verleiht der Figur eine unerwartete Tragik und macht sie zu einem der erinnerungswürdigsten Nebencharaktere im modernen Bond‑Kosmos.

Geboren
30. März 1950
Gestorben
14. Oktober 2022