John Rhys-Davies

John Rhys-Davies (*1944 in Ammanford, Wales) ist ein walisischer Schauspieler, der vor allem durch zwei grosse Franchise-Rollen bekannt wurde: als Zwerg Gimli in der Herr-der-Ringe-Trilogie und als Sallah in den Indiana Jones-Filmen. Nach einem Studium der Geschichte und Englischen Literatur und einer klassischen Theaterausbildung an der Royal Academy of Dramatic Art spielte er zunächst viel Bühne (u.a. Shakespeare) und arbeitete seit den 1970er-Jahren in britischen TV-Produktionen wie I, Claudius und Shōgun, bevor er mit Jäger des verlorenen Schatzes und später Der Herr der Ringe weltweit einem Massenpublikum vertraut wurde. Mit über 200 Film- und Fernsehrollen – darunter Victor/Victoria, Sliders, The Princess Diaries 2, zahlreiche Fantasy- und Historienfilme – gilt er als vielseitiger Charakterdarsteller mit markanter Stimme, die er auch regelmässig in Animations- und Synchronproduktionen einsetzt.​

Im James‑Bond‑Kontext spielte John Rhys-Davies General Leonid Pushkin in James Bond 007Der Hauch des Todes (1987). Pushkin ist der Nachfolger von General Gogol als Leiter des KGB und wird von dem übergelaufenen General Koskov fälschlich als Drahtzieher eines neuen «Smiert Spionam»-Programms präsentiert, um seine eigenen Waffengeschäfte und einen Komplott mit dem Rüstungshändler Whitaker zu verschleiern. Bond erhält den Auftrag, Pushkin zu eliminieren, zweifelt aber zunehmend an dessen Schuld; in einer inszenierten «Erschiessung» arbeiten beide schliesslich zusammen, um Koskov und Whitaker zu stoppen. Rhys-Davies verleiht Pushkin eine Mischung aus Autorität, trockenem Humor und pragmatischer Vernunft, die gut zum späten Kalten-Krieg-Setting des Films passt und ihn eher als ambivalenten Machtpolitiker denn als eindimensionalen Gegner erscheinen lässt.

Geboren
5. Mai 1944