John Cleese

John Cleese ist einer der einflussreichsten britischen Komiker, Schauspieler und Autoren des 20. Jahrhunderts. Für das Bond-Universum wurde er in späten Jahren wichtig: In «The World Is Not Enough» (1999) trat er zunächst als unbeholfener Assistent «R» von Q auf, bevor er in «Die Another Day» (2002) offiziell dessen Nachfolge als Quartiermeister von MI6 antrat. Seine Version der Figur verbindet trockene Ironie und Selbstironie mit Respekt vor Desmond Llewelyns Q und markiert den Übergang von der klassischen Gadget-Ära zu einem moderneren, selbstreflexiven Bond-Ton.

Nach ersten Auftritten als Autor und Darsteller für BBC-Formate wie «The Frost Report» schloss er sich Ende der 1960er-Jahre mit Graham Chapman, Eric Idle, Terry Jones, Terry Gilliam und Michael Palin zu Monty Python zusammen. Ihr absurd-grotesker Humor machte Cleese international bekannt, häufig in Rollen des steifen, emotional gehemmten Engländers der oberen Mittelschicht. In den 1970er-Jahren schuf er gemeinsam mit Connie Booth die Sitcom «Fawlty Towers», in der er den cholerischen Hotelier Basil Fawlty spielte, und festigte seinen Ruf als Meister der peinlich eskalierenden Situation.

Mit seiner Bond-Rolle brachte Cleese eine neue, deutlich humorbetonte Note in die Reihe: Die Konstellation von Q und «R» funktioniert zunächst wie ein Comedy-Duo aus altgedientem Meister und linkischem Schüler, bevor Cleese als neuer Q mit trockenen One-Linern, ironischen Kommentaren zu Bonds Destruktionslust und bewusst überzeichneten Gadgets – etwa dem unsichtbaren Aston Martin – den Übergang in eine selbstironische, meta-komische Bond-Phase markiert. Seine kurze Bond-Zeit über nur zwei Filme wirkt wie eine komödiantische Klammer, die das klassische Gadget-Zeitalter stilvoll verabschiedet.

Geboren
27. Oktober 1939
Filmografie
Q | R