Jerry Goldsmith (geboren als Jerrald King Goldsmith am 10. Februar 1929 in Los Angeles, Kalifornien, gestorben am 21. Juli 2004 in Beverly Hills) war ein US-amerikanischer Komponist, Dirigent und Orchestrator und gilt als einer der innovativsten Filmmusikschaffenden des 20. Jahrhunderts. Er erhielt frühen Klavierunterricht, studierte Komposition, Theorie und Kontrapunkt unter anderem bei Mario Castelnuovo-Tedesco und besuchte Filmmusik-Kurse von Miklós Rózsa an der University of Southern California.
Seine professionelle Laufbahn begann Anfang der 1950er-Jahre beim Sender CBS, wo er zunächst als Schreibkraft tätig war und bald Musik für Radio- und Live-TV-Produktionen komponierte. Dort schrieb er unter anderem Scores für «The Twilight Zone», «Climax!» und «Playhouse 90» – in letzterer Reihe vertonte er 1954 die TV-Adaption von «Casino Royale» und war damit de facto der erste James-Bond-Komponist. In den 1960er-Jahren wechselte er ins Kino und etablierte sich mit Filmen wie «Freud», «Lonely Are the Brave» und «Planet of the Apes» als einer der führenden Komponisten Hollywoods.
Goldsmith zeichnete sich durch experimentelle Orchestrierung und den kreativen Einsatz zeitgenössischer Techniken aus, etwa aleatorische Strukturen, unkonventionelle Spielweisen und frühe elektronische Klangerzeuger. Zu seinen bekanntesten Filmmusiken zählen «Patton», «Chinatown», «The Omen» (Oscar 1977), «Alien», «Star Trek: The Motion Picture» und weitere «Star Trek»-Filme, «Poltergeist», «Gremlins», «Total Recall», «Basic Instinct», «L.A. Confidential», «Mulan» und «The Mummy». Mit insgesamt 18 Oscar-Nominierungen, zahlreichen Emmys, Golden-Globe- und BAFTA-Nominierungen sowie einem enormen Œuvre von über 200 Film- und TV-Produktionen prägte Goldsmith massgeblich die Sprache der modernen Filmmusik.