Harold Sakata

Harold Sakata (Toshiyuki «Harold» Sakata, 1920–1982) war ein japanisch‑stämmiger US‑Gewichtheber, Profi‑Wrestler und Schauspieler aus Hawaii, der bei den Olympischen Spielen 1948 in London im Halbschwergewicht Silber für die USA gewann. Über seine Wrestling‑Karriere – u.a. in Japan und Australien – wurde man in London und Hollywood auf ihn aufmerksam; sein bulliger Körperbau, die relativ geringe Körpergrösse und sein stechender Blick machten ihn zum idealen «Heavy» für Film und Fernsehen.

Berühmt wurde Sakata als Oddjob, der stumme koreanische Leibwächter und Handlanger Auric Goldfingers in James Bond 007Goldfinger (1964). Oddjob ist eine der ikonischsten Bond‑Figuren: immer im dunklen Anzug mit Bowler, nahezu übermenschlich stark, absolut loyal zu Goldfinger und mit einem Stahlkrempen‑Hut bewaffnet, dessen Wurf die Köpfe von Statuen und letztlich Tania Mallets Figur Tilly Masterson spaltet. Im Film fungiert er ausserdem als Caddy, Leibwächter, Chauffeur und Killer (u.a. des Gangsters Mr. Solo) und liefert sich am Ende im Tresorraum von Fort Knox einen körperlich extrem intensiven Kampf mit Bond, den er fast mühelos durch die Gegend schleudert, bis Bond ihn durch einen Stromschlag über eine metallene Bar und den feststeckenden Hut tötet. Sakata wurde bei dieser Todesszene tatsächlich an der Hand verbrannt, hielt aber den Griff an Hut und Gitter so lange durch, bis der Regisseur «Cut» rief – ein oft zitierter Beleg für seine Professionalität.

Oddjob wurde zu Sakatas lebenslanger Paraderolle; er blieb danach meist auf schweigsame, furchteinflössende Bodyguards und Militärfiguren festgelegt, und seine Filmfigur wurde vielfach parodiert, unter anderem als Random Task in Austin Powers oder in Hongkong‑Actionkomödien.

Geboren
1. Juli 1920
Gestorben
18. Juli 1982
Filmografie
Oddjob