Grace Jones

Grace Jones (*1948 in Spanish Town, Jamaika) ist eine jamaikanisch‑amerikanische Sängerin, Schauspielerin, Model und Performance‑Künstlerin, deren androgynes, radikal stilisiertes Auftreten sie zu einer der prägenden Pop‑Ikonen der 1970er- und 1980er-Jahre machte. Nach ersten Erfolgen als Model in New York und Paris unterschrieb sie bei Island Records, wandte sich vom Disco‑Sound ihrer frühen Alben zu einer Mischung aus Reggae, New Wave und Funk und schuf mit Warm Leatherette, Nightclubbing und Slave to the Rhythm stilbildende Klassiker. Parallel wirkte sie im Kino, etwa in Conan der Zerstörer, Vamp, Boomerang und dem Dokumentarfilm Grace Jones: Bloodlight and Bami, und gilt mit ihrer Bühnenästhetik und Gender‑Grenzüberschreitung als wichtige Referenz für spätere Pop‑Künstlerinnen.

Im James‑Bond‑Universum ist Grace Jones untrennbar mit der Rolle von May Day in James Bond 007Im Angesicht des Todes (1985) verbunden. May Day ist Leibwächterin, Geliebte und Killerin des Industriellen Max Zorin, körperlich hochtrainiert, nahezu übermenschlich inszeniert und zunächst Bonds brutale Gegenspielerin, bevor sie nach Zorins Verrat bei der Flut des Silicon‑Valley‑Tagebaus die Seiten wechselt und sich opfert, um eine Bombe zu entschärfen. Jones’ Auftritt – physisch, einschüchternd, zugleich ironisch gebrochen – brachte ihr eine Saturn‑Award‑Nominierung als beste Nebendarstellerin ein und machte May Day zu einer der markantesten und visuell einflussreichsten Figuren der gesamten Reihe.

Geboren
19. Mai 1948
Filmografie
May Day