Eunice Gayson, 1928 in Croydon bei London geboren und 2018 in London verstorben, war eine britische Schauspielerin, die ab den späten 1940er-Jahren in Film und Fernsehen präsent war. Neben Auftritten in Produktionen wie «Melody in the Dark» oder dem Hammer-Horrorfilm «The Revenge of Frankenstein» arbeitete sie auch auf der Bühne, etwa in der Londoner Produktion von «The Sound of Music» als Baronin Schrader.
Berühmtheit erlangte Gayson jedoch vor allem als Sylvia Trench, Bonds elegante Upper-Class-Freundin in den ersten beiden Filmen «James Bond jagt Dr. No» und «Liebesgrüsse aus Moskau». Ursprünglich war sie sogar für die Rolle der Miss Moneypenny vorgesehen, bevor die Produktion sie zur wiederkehrenden Geliebten von 007 umkonzipierte – ein Plan, der nach zwei Filmen wieder fallen gelassen wurde. In der Casinoszene von «Dr. No» hat sie Anteil an einem der berühmtesten Momente der Filmgeschichte: Auf ihr «I admire your luck, Mr…» folgt Bonds Selbstvorstellung «Bond. James Bond» – damit gilt sie vielfach als erstes «Bond-Girl» überhaupt. Gaysons Figur verkörpert den nie ganz eingelösten Ansatz eines fortlaufenden Privatlebens für 007, und gerade diese nur angedeutete, dann abgebrochene Kontinuität macht Sylvia Trench zu einer leisen, aber prägenden Randfigur des frühen Bond-Kanons.