Éric Serra (geboren am 9. September 1959 in Saint-Mandé bei Paris) ist ein französischer Filmkomponist, Multiinstrumentalist und Songwriter, der vor allem durch seine enge Zusammenarbeit mit Regisseur Luc Besson bekannt wurde. Sein Vater Claude Serra war ein erfolgreicher Chansonschreiber, wodurch Éric früh mit dem Musikbetrieb in Kontakt kam; seine Mutter starb, als er sieben Jahre alt war. Mit elf begann er Gitarre zu spielen, war bereits als Teenager gefragter Studio- und Live-Gitarrist und arbeitete unter anderem mit Jacques Higelin.
Anfang der 1980er-Jahre traf Serra auf Luc Besson, der ihn zunächst für den Kurzfilm «L’Avant dernier» und dann für seinen ersten Spielfilm «Le Dernier Combat» engagierte. In der Folge wurde Serra Bessons Stammkomponist und prägte mit seinen oft elektronisch geprägten, atmosphärischen Scores Filme wie «Subway», «Im Rausch der Tiefe», «Nikita», «Léon – Der Profi», «Das fünfte Element» und «Johanna von Orleans». Für «Im Rausch der Tiefe» erhielt er 1989 den César für die beste Filmmusik und wurde für mehrere weitere Besson-Soundtracks erneut nominiert.
1995 wurde Serra als Komponist für den James-Bond-Film «GoldenEye» verpflichtet, der den Einstand von Pierce Brosnan in der Rolle des 007 markierte. Sein Score setzt stark auf synthetische Klänge, perkussive Effekte und eine eher avantgardistische Klangsprache und unterscheidet sich damit deutlich von den traditionell-orchestralen Bond-Soundtracks eines John Barry. Diese radikale Modernisierung stiess auf ein geteiltes Echo: Während einige Kritiker die Originalität lobten, bemängelten viele Fans das geringe Gewicht des klassischen Bond-Themas, weshalb für die berühmte Panzer-Verfolgungsjagd in Sankt Petersburg zusätzlich John Altman mit einer traditionelleren Musikfassung engagiert wurde. Neben seiner Filmarbeit veröffentlichte Serra das Rock-Album «RXRA», schrieb Songs wie «It’s Only Mystery», «My Lady Blue» und «Little Light of Love» und wurde 2018 in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences aufgenommen.