Denise Richards, 1971 in Downers Grove, Illinois, geboren, begann ihre Karriere als Model und fand über Werbespots den Weg in Film und Fernsehen. Ihren Durchbruch im Kino erzielte sie mit Genrefilmen wie Starship Troopers und dem Neo-Noir-Thriller Wild Things, in denen sie das Image der attraktiven, aber nicht zu unterschätzenden «All-American Beauty» prägte. Parallel dazu etablierte sie sich als TV-Gesicht in Serienauftritten und später mit Reality-Formaten, was ihre Präsenz weit über das klassische Kinopublikum hinaus ausdehnte. Trotz gemischter Kritiken zu einzelnen Rollen blieb sie als Popkulturfigur konstant sichtbar und nutzte diese Bekanntheit für weitere Projekte in Film, Fernsehen und als Medienpersönlichkeit.
Im James-Bond-Universum ist Denise Richards als Dr. Christmas Jones in Die Welt ist nicht genug präsent, einem amerikanischen Atomphysiker, der Bond bei der Sicherung von Nuklearmaterial unterstützt. Ihre Figur wurde bewusst als «brainy» und «athletisch» angelegt, im Film aber mit stark sexualisierter Kostümierung inszeniert, was zu einer der polarisierendsten Rezeptionen eines Bondgirls führte. Kritiker bemängelten vor allem die Glaubwürdigkeit der Rolle, Richards erhielt eine Goldene Himbeere und wurde in Rückblicken teils als «schlechtestes Bondgirl» bezeichnet. Gleichzeitig verteidigten spätere Stimmen die Performance als campig und im Kontext der traditionsgemäss überzeichneten, hyperattraktiven «wissenschaftlichen» Bond-Frauen durchaus folgerichtig – Richards selbst betonte, sie habe Christmas Jones als starke, schlagfertige Helferin Bonds verstanden, die aktiv an der Rettung des Tages beteiligt ist.