Charles K. Feldman war ein einflussreicher Hollywood‑Anwalt, Agent und Produzent, der aus Bond‑Sicht vor allem als Motor hinter der 1967er‑Parodie von «Casino Royale» wichtig ist.
Feldman wurde am 26. April 1904 in New York City als Charles Gould geboren und wuchs nach dem frühen Tod seiner Eltern bei Pflegeeltern auf. In Hollywood machte er sich zunächst als Anwalt und später als Star‑Agent einen Namen, revolutionierte mit seinen «Package Deals» das Studiosystem und betreute Klient:innen wie Greta Garbo und Marilyn Monroe. Ab den 1940er‑Jahren produzierte er selbst Filme, darunter Klassiker wie «A Streetcar Named Desire» und «The Seven Year Itch».
Für die Bond‑Historie ist Feldman die Schlüsselfigur hinter der «alternativen» Casino‑Royale‑Schiene: Er kaufte Anfang der 1960er‑Jahre die Filmrechte am Roman von der Witwe Gregory Ratoffs und versuchte zunächst, mit Broccoli und Saltzman eine gemeinsame Produktion im Rahmen der EON‑Reihe aufzusetzen. Als die Verhandlungen scheiterten, entschied er sich, «Casino Royale» 1967 als aufwendige, starbesetzte Satire und Gegenentwurf zu den offiziellen Bond‑Filmen zu realisieren – mit mehreren Regisseuren, losem Episodenaufbau und starkem Comedy‑Fokus. Damit setzte Feldman einen prominenten, wenn auch umstrittenen Fussnoteintrag in die Bond‑Geschichte, der bis heute als Kuriosum neben der regulären Reihe steht.