Britt Ekland

Britt Ekland (*1942 in Stockholm als Britt‑Marie Eklund) ist eine schwedische Schauspielerin und gelegentliche Sängerin, die in den 1960er- und 1970er-Jahren als internationales Sexsymbol galt. Sie brach die Schule früh ab, schloss sich einer Theatergruppe an und wurde in Rom von einem Talentsucher von 20th Century Fox entdeckt, der sie für Dreharbeiten zu Peter Sellers nach Hollywood brachte; die beiden heirateten 1964 nach nur wenigen Tagen Bekanntschaft. Ekland spielte zunächst mit Sellers in Komödien wie Jagt den Fuchs! und Bobo ist der Grösste, etablierte sich danach aber auch eigenständig in Filmen wie Get Carter, Asylum, The Wicker Man und zahlreichen TV‑Produktionen. Ab den späten 1970er-Jahren stand ihr Privatleben – Beziehungen zu Rod Stewart, Lou Adler u.a. – oft ebenso im Rampenlicht wie ihre Filme; parallel verlagerte sie sich zunehmend auf Fernsehrollen, Reality‑Formate und Autobiografisches.

Im Bond‑Kosmos ist Britt Ekland als Mary Goodnight in James Bond 007Der Mann mit dem goldenen Colt (1974) präsent. Mary Goodnight ist eine in Hongkong stationierte MI6‑Mitarbeiterin und Bonds Kontaktperson vor Ort, die sich nach jahrelanger Arbeit im Hintergrund endlich als Feldagentin beweisen will. In der filmischen Umsetzung gerät sie jedoch immer wieder in komische und gefährliche Situationen: Sie wird von Scaramanga entführt, löst versehentlich den Start der Solarkraft‑Anlage aus und bringt mit einem unbedachten Knopfdruck beinahe die ganze Insel zur Explosion. Ekland spielt Goodnight mit viel Enthusiasmus, aber bewusst naiv und tollpatschig; damit verkörpert sie den damals typischen, stark sexualisierten «Bond‑Girl»-Typus der 1970er-Jahre, der in Fan‑Debatten teils liebevoll nostalgisch, teils kritisch als überzeichnet und unterkomplex wahrgenommen wird.

Geboren
6. Oktober 1942

Filmografie
Mary Goodnight