Shirley Jean Eaton, 1937 im Londoner Stadtteil Edgware geboren, ist eine britische Schauspielerin, die in den 1950er- und 1960er-Jahren zu den populären Blondinen des britischen Unterhaltungskinos zählte. Nach der Schauspielausbildung stand sie früh in West-End-Produktionen auf der Bühne und wirkte in Komödien und leichten Genrefilmen mit, unter anderem in den frühen «Carry On»-Filmen, in «The Naked Truth» und im Kriminalfilm «The Girl Hunters» an der Seite von Mickey Spillane. Ihre Mischung aus komödiantischem Talent, Ausstrahlung und sogenanntem «Bombshell»-Image machte sie zu einem gefragten Star des britischen Kinos dieser Zeit.
Im James-Bond-Film «Goldfinger» erlangte Shirley Eaton 1964 als Jill Masterson Weltruhm – mit einem der kürzesten, aber ikonischsten Auftritte der gesamten Reihe. Die Figur der verführerischen Assistentin Goldfingers, die Bond zunächst hilft und dafür mit dem berühmten «Goldtod» bestraft wird, prägte sich als starkes Bild in das kollektive Gedächtnis ein und machte Eaton zum «goldenen Bond-Girl» der Filmgeschichte. Ihr mit Goldfarbe überzogener Körper zierte das Cover des Magazins Life und löste langlebige Mythen über angebliche «Haut-Erstickung» aus, die Eaton Jahrzehnte später selbst öffentlich entkräften musste. Trotz der daraus resultierenden Popularität beendete sie Ende der 1960er-Jahre ihre Filmkarriere, konzentrierte sich auf Familie und engagierte sich später als Künstlerin und Autorin – nicht ohne mit ihrer Autobiografie «Golden Girl» den Bond-Mythos ihres eigenen Lebens augenzwinkernd zu spiegeln.